Zahlen zur Sexsucht im Internet

Es ist kein Problem verlässliche Zahlen zum Thema Drogensucht oder Alkoholismus zu finden, doch anders sieht es bei der Sexsucht im Internet aus. Selbst Experten wollen sich nicht festlegen. Nicht einmal grob geschätzte Zahlen gibt es. Klar ist nur, dass vor allem Männer davon betroffen sind. Und die Gründe dafür sind sehr verschieden.

sexsucht im internetIn den letzten Jahren hat die Sexsucht im Internet drastisch zugenommen. Ein Grund ist natürlich die ständige Verfügbarkeit von Sex. Online gibt es hunderte von Seiten auf denen Nutzer Pornos schauen können – sogar kostenlos. Ebenso gibt es Foren in denen sich User zu Sexdates verabreden. Es gibt Live Cams, virtuellen Sex und viele weitere Spielereien. All das führt dazu, dass Menschen sich sehr leicht verführen lassen. Und nicht zu vergessen sind mittlerweile die meisten Bürger in Deutschland und dem Westen online – sowohl zuhause wie auch mobil vom Handy.

Hauptsächlich Männer sind von der Sexsucht im Internet betroffen

Online scheint die Anzahl der Männer im Vergleich zu den weiblichen Sexsüchtigen noch viel höher zu sein als in der Realität. Obwohl nur die weibliche Sexsucht einen eigenen Namen hat: Nymphomanie. Die Zahlen der Sexseiten im Internet bestätigen das auch. Der weitaus größte Teil der Nutzer sind Männer. Teilweise machen Frauen nur einen einstelligen Prozentanteil aus.

Sexsucht kann körperliche und seelische Auswirkungen haben

Viele Menschen sehen in einer Sexsucht keine wirklich gefährliche Krankheit. Sex macht ja jedem Spaß – sind sie der Meinung. Und wie kann so etwas schlecht sein. Hinzu kommt, dass er notwendig ist um sich fortzupflanzen und fast jeder regelmäßig oder unregelmäßig welchen hat. Doch das Leben mit dieser Sucht ist nicht wirklich einfach. Häufig gibt es sehr starke Auswirkungen auf den Alltag.

Jemand, der Sexsüchtig ist vernachlässigt oft andere Dinge. Angefangen von Beziehungen, Freunden und Familien bis hin zur Arbeit oder Hobbys. Und auch körperlich bekommen sie die Sucht zu spüren. Das muss nicht nur der Fall sein, wenn jemand eher in die Richtung Sadomaso geht. Auch häufiges Masturbieren kann das männliche Glied verletzen. Die Schäden sind wirklich vielfältig. Und zeigen, dass dieses Problem nicht ignoriert oder klein geredet werden sollte.

Viele Menschen versuchen die Sexsucht zu ignorieren

Ein Grund für die bisher nicht wirklich vorhandenen Zahlen zum Thema Sexsucht im Internet ist, dass viele Menschen die Symptome der Sexsucht ignorieren. Sie denken ihr Verhalten ist normal. Oder eben einfach ein bisschen übertrieben. Jedoch spätestens wenn sie einen Partner haben, sind sie überzeugt wird sich das alles wieder ändern. Andere sind der Meinung, dass sie keine Hilfe benötigen.

Dazu kommt, dass es gar nicht so einfach ist Hilfe zu finden. Doch Beratungsstellen wie OASIS oder das Weiße Kreuz haben in den letzten Jahren und Monaten immer stärker Zulauf. Erstaunlich dabei ist, dass die meisten Sexsüchtigen als ersten Schritt häufig die digitale Kontaktaufnahme nutzen. Erst wenn sie dann bereits voll mit der Therapie angefangen haben gehen sie den nächsten Schritt und besuchen einen Therapeuten.
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