Sexsucht – Was tun?

Sexsucht – Was tun? Ist nicht die erste Frage, die sich Betroffene stellen sollen. Besser müsste es heißen: bin ich sexsüchtig? Eine Eigendiagnose sollte in keinem Fall getroffen werden. Doch gehen wir davon, dass die Diagnose sicher ist und was es für Menschen bedeutet süchtig nach Sex zu sein.

Sexsucht – Was tun? Fragen sich viele Betroffene. Eine Therapie kann schnell Hilfe bringen!
Bei der Sexsucht ist es ja nicht so wie mit einigen Krankheiten. Diese können schnell eintreten, dann stellt der Arzt die Diagnose und anschließend wird im besten Fall eine Therapie zur Heilung eingeleitet. Mit etwas Glück ist es so innerhalb kürzester Zeit erledigt. Wenn dagegen jemand sexsüchtig ist, beginnt es häufig eher langsam. Das heißt, es fängt bei den meisten Betroffenen zunächst damit an, dass sie sich irgendwann fragen, ob ihr Sexverhalten gesund ist. Viele fangen an, sich zu fragen, ob sie zu häufig Geschlechtsverkehr haben, es nicht falsch ist mehrmals täglich zu masturbieren. Eventuell kommen auch Verletzungen dazu, die sie sich beim Sex oder der Selbstbefriedigung zugefügt haben. Auf jeden Fall ist es nicht so, dass es schnell geht. Sondern es ist ein langsamer Prozess. Bis viele Betroffene es wahrhaben wollen oder akzeptieren, dass etwas nicht stimmt, kann es Jahre dauern. Und dann ist es meist noch ein langer Weg, hin bis sie sich professionelle Hilfe holen.

Das Problem bei dem Prozess der Diagnose einer Sexsucht ist, dass es den meisten Betroffenen schon recht früh klar wird, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Akzeptanz, dass es ein wirkliches Problem ist, folgt erst später. So versuchen sich die meisten Sexsüchtigen selbst zu therapieren. Was die Sache nicht besser macht – eher schlechter! Weil so wird die Sexsucht in den meisten Fällen schlimmer und eskaliert sogar irgendwann.

Sexsucht – Was tun?

Was bei einer Sexsucht Diagnose zu tun ist, ist davon abhängig wer sie stellt. Wenn ihr euch selbst diagnostiziert, dann ist das wichtig, aber ihr solltet auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen. Das heißt, zu einem Psychologen oder Psychotherapeuten gehen. Dieser sagt nicht nur was los ist, sondern hilft euch mit der Therapie und berät euch, wie es weiter geht. Was zu tun ist, ist auf einen erfahrenen Therapeuten zu hören. Er kann eure Situation einschätzen und weiß was das Beste ist.

In den meisten Fällen heißt das, sowohl herausfinden, was der Auslöser für die Sexsucht ist, und in dieser Zeit auf Sex zu verzichten. Wie bei anderen Süchten müssen Betroffene eine gewisse Zeit zumindest den Geschlechtsverkehr auslassen. Nicht das ganze Leben lang, aber zumindest bis sie ihr Verhalten wieder in Kontrolle haben.

Medikamentöse Therapie bei Sexsucht

medikamentöse therapie bei sexsucht
Eine medikamentöse Therapie bei der Sexsucht kann immer nur der letzte Auswag sein wenn gar nichts anderes mehr Hilft.
Eine Sexsucht lässt sich gut mit einer Psychotherapie in Griff bekommen. Es ist zu empfehlen nicht ambulant, sondern stationär in Behandlung zu gehen. So werden viele Auslöser direkt einmal ausgeschaltet und der Therapeut kann sich komplett auf den Sexsüchtigen konzentrieren. Wenn von stationärer Therapie die Rede ist, sind einige schnell eingeschüchtert. Niemand wird euch in die Psychiatrie einweisen, falls ihr das nicht wollt. Es ist nur eine Empfehlung, und wenn ihr es nicht wollt oder es mit eurem Alltag nicht möglich ist, wird es nicht passieren.

Viele Betroffene hoffen auf eine schnelle Lösung. Das heißt, sie möchten nicht langfristig in Therapie, sondern hoffen auf Medikamente, die ihnen sofort helfen. So etwas gibt es! Es gibt zum Beispiel Tabletten oder Spritzen, die euer Sexualtrieb komplett unterdrücken. Es gibt sogar die Möglichkeit der chemischen Kastration. Jedoch sollte eine medikamentöse Therapie – vor allem in dieser extremen Form nie das Ziel sein. Maximal als Begleitung in schlimmen Fällen.

Keine Angst vor der Sexsucht Diagnose

Wenn die Frage „Sexsucht – Was tun?“ auftaucht, dann kann ich nur empfehlen alles auf euch zukommen zu lassen. Egal ob es sich um Sexsucht bei Frauen oder bei Männern handelt; es wird keine einfache Zeit werden, aber mit der richtigen Begleitung und der passenden Therapie kann es schnell zu Fortschritten kommen. Habt keine Angst vor den Veränderungen, denn ihr habt euch hoffentlich bewusst für diesen Weg entschieden. Ihr habt ihn gewählt, weil das Leben mit Sexsucht nicht mehr auszuhalten war, weil ihr so nicht mehr weiter machen wolltet. Nun ist es Zeit an der Lösung und dem Leben danach zu arbeiten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*