Online Sexsucht um Beziehung zu retten

Online Sexsucht darf durchaus als Problem angesehen werden. Im Internet ist Pornographie nicht nur ständig verfügbar. Sie ist auch noch kostenlos! Dementsprechend einfach ist es damit zu viel Zeit zu verbringen. Während viele Menschen das als äußerst negativ empfinden, sind die Gründe dafür durchaus positiv. In einem Interview mit Focus online äußert sich der Bochumer Psychotherapeut Bert te Wildt dazu.

online sexsucht brüste im schatten

Die Hauptthese, die te Wildt dabei aufstellt ist, dass viele Männer in die online Sexsucht abrutschen um ihre Beziehung zu retten. Was sich natürlich zunächst eher wie ein Widerspruch anhört. Jedoch wer dem Gedankengang folgt, der wird sehr schnell zustimmen. Der praktizierende Psychotherapeut gibt nämlich an, dass viele seiner Patienten in eine Sucht nach online Pornos abrutschen weil das Sexleben mit dem Partner nicht mehr wirklich funktioniert. Statt fremd zu gehen, schauen sie sich dann lieber exzessiv Sexfilme im Internet an.

Online Sexsucht hat zwei Seiten

Das eine Beziehung einmal einschläft kann natürlich passieren. Ob der massive Konsum von Internetpornos da aber wirklich die Lösung ist darf bezweifelt werden. Schließlich selbst wenn die Partnerin oder der Partner nicht betrogen wird, kann das eine sehr große Belastungsprobe für die Liebe sein. Online Sexsucht ist schließlich nicht einfach nur einmal alle paar Tage ein Sexfilm schauen, sondern leider viel mehr. Betroffene masturbieren häufig mehrfach täglich. Teilweise so oft, dass sich dabei sogar Wunden zufügen.

Je nachdem wie stark die Sexsucht ausgeprägt ist, wird auch der Alltag stark beeinflusst. Angefangen vom Zwang ständig irgendwelche Pornos konsumieren zu wollen – auch am Arbeitsplatz! Teilweise verlieren sie andere Interessen, und werden unruhig sowie panisch wenn sie keine Filme schauen können. Kurz gesagt, von der eigentlichen Idee die eigene Beziehung zu retten bleibt nicht mehr viel übrig. Stattdessen rutschen sie ab.

Einfache Verfügbarkeit unterstützt abrutschen in die Sexsucht

Die feministische Frauenzeitschrift Emma hat die online Sexsucht bereits als die Männerseuche des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Und liegt damit gar nicht so falsch. Durch die ständige Verfügbarkeit von Pornos und Sex ist es einfach in eine Parallelwelt abzurutschen. Hinzu kommen noch Apps wie Tinder, die vermitteln, dass der nächste Fick nur ein paar Klicks entfernt ist.

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Es ist aber falsch alle Menschen mit Sexsucht über einen Kamm zu scheren. Bert te Wildt gibt selbst an, dass jeder Patient individuell betrachtet werden muss. Und das sich die Sucht nach Pornos im Internet stark von anderen Abhängigkeiten unterscheidet. Gemeinsam ist jedoch vielen, dass je früher die Betroffenen mit dem Thema in Berührung kommen, desto größer ist die Suchtgefahr. Und desto schwerer ist auch die Behandlung.

Online Sexsucht ist mit Abstinenz zu besiegen

Der erste Schritt die online Sexsucht zu besiegen ist sie überhaupt zu erkennen. Das klingt nämlich einfacher als es wirklich ist. Schließlich ist nicht jeder, der regelmäßig Pornos schaut abhängig davon. Wer allerdings merkt, dass er ohne nicht mehr auskommt, der sollte sich schnell professionelle Hilfe holen. Das heißt in diesem Fall Psychotherapie. Auch ein Sexsucht Test kann dabei helfen.

Bert te Wilde betont dann auch in dem Interview, dass die Behandlung der Sexsucht ziemlich ähnlich wie bei Alkoholikern funktioniert. Das heißt neben einer Therapie mit Gesprächen beim Psychotherapeut ist auch die komplette Abstinenz erforderlich. Wichtig ist aber auch bei erfolgreicher Therapie irgendwann die neu gewonnene Zeit mit neuen Interessen und Hobbys zu füllen.

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